„Ein dauerhafter Bürgschaftsmechanismus zementiert den falschen Weg, den wir seit der Griechenlandhilfe gehen. Es ist absurd: Während wir jeden Tag lesen, wie sich das Desaster in Griechenland verschärft und die Schuldenkrise Portugal schon fast unregierbar gemacht hat, heißt es einfach: Weiter so!“
„Das neue Unwort beim ESM lautet nicht mehr ‚alternativlos‘, sondern: ‚ultima ratio‘. Das hat aber jetzt eine neue Bedeutung: Es meint: Im Zweifelsfall bürgen wir immer.“
„In beinahe 100 Fällen wurde der bisherige Stabilitätspakt weitestgehend folgenlos gebrochen. Sicher – es ist begrüßenswert, ihn zu verschärfen. Aber: Schöne Absichtserklärungen ohne unumgehbare Sanktionen sind eben im Ernstfall schnell nur heiße Luft. Und die Sanktionen des Marktes, also die allzu verständliche Tatsache, dass niemand sein Geld ohne hohe Prämien etwa dem griechischen Staat leihen möchte, hebeln wir sowieso aus.“
„Dem ‚Pakt für Wettbewerbsfähigkeit‘ droht das gleiche Schicksal: Glaubt man im Ernst, Wettbewerbsfähigkeit ‚von oben‘ verordnen zu können? Wir können doch nicht allen Ernstes annehmen, mit Absprachen zur Leistungsbilanz und zur Wirtschaftspolitik marode Volkswirtschaften zu sanieren. Jeder Unternehmer schlägt da zurecht die Hände über dem Kopf zusammen.“
„Viele Kollegen bemängeln ja zurecht die fehlende Einbindung des Parlaments. Das ist an sich richtig. Aber das reicht mir nicht: Wir müssen klar und deutlich sagen, dass es nicht darum geht, ob wir vor dem Durchwinken noch Informationen bekommen. Wir müssen den ESM insgesamt zur Disposition stellen. Ich hoffe, dass auch andere über ihren Schatten springen. Es ist jetzt noch nicht zu spät. “
„Immer mehr Wissenschaftler und Experten warnen schon beinahe verzweifelt vor unserer Politik. Ist uns das egal? Praktisch die gesamte deutsche Volkswirtschaftslehre ist besorgt: Nehmen Sie nur das ‚Plenum der Ökonomen‘. Ich frage mich: Wo sind in dieser zentralen Frage die Expertenrunden und Diskussionen?“
„Natürlich ist es nicht einfach, gegen die eigene Regierung zu stimmen. Aber hier geht es doch um mehr als um Fraktionsdisziplin. Es ist auch beängstigend, dass die SPD dabei auch ein ökonomischer Totalausfall ist: Mal Enthaltung, mal ja, keine Meinung. In Ermangelung einer konstruktiven und kritischen Opposition kommt man sich schon manchmal wie der einsame Rufer in der Wüste.“
„Da ist es schon beinahe sympathisch, wenn manche sagen: Ja, wir wollen einen neuen, europäischen Aufbauplan. Ja, wir wollen eine gemeinsame Währung und für die Schulden der anderen mit aufkommen. Das kann man ja wollen. Ich will das aber nicht und halte dafür auch nicht vor meinen Wählern der Kopf hin.“
Alexander Funk, MdB - Statements zur Ausgestaltung des ESM
„Die besonders betonte Singularität der Hilfsmaßnahmen für Griechenland wird durch die beabsichtigte, exorbitante Garantiesumme von mindestens 123 Milliarden Euro zum Dauerrisiko für den Haushalt der Bundesrepublik“
Alexander Funk, MdB in Bild Deutschland, 25.05.2010 zu seiner Nein-Stimme bei der Abstimmung zum ‚Stabilisierungsgesetz‘
„Das berechtigte und von den Bürgerinnen und Bürgern auch erwartete Ringen um den besten Weg in einer für uns alle entscheidenden Situation gehört zur guten Tradition der christlichen Unionsparteien. Unsere Partei war immer der Garant für fiskal- und finanzpolitische Vernunft und Seriosität und nicht zuletzt deshalb der entscheidende bundespolitische Akteur der Europäischen Integration.“
Alexander Funk, MdB zur finanz- und europapolitischen Bedeutung der CDU
„Ich bin der festen Überzeugung, dass mit dem eingeschlagenen Weg unkalkulierbare finanzielle Risiken für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes verbunden sind. Durch die Bindung meines Mandats an mein Gewissen und an die Menschen in diesem Land kann ich mich daher in diesem Fall nicht dem empfohlenen Votum anschließen.“
Alexander Funk, MdB in seiner offiziellen Erklärung zu seinem Abstimmungsverhalten über die Bürgschaften für Griechenland
„Ich befürworte den Atomausstieg und sehe die Kernenergie als eine Übergangslösung an, die uns den Weg in eine Energieversorgung auf der Basis regenerativer Energiequellen wesentlich erleichtert und dabei hilft, die ehrgeizigen Klimaschutzziele überhaupt erreichen zu können. Den Neubau von Kernkraftwerken lehne ich ab.“
Alexander Funk, MdB zur energiepolitischen Diskussion um die Zukunft der Kernenergie
"Das Plakat der Linken ist eine unerträgliche Verhöhnung der ISAF-Soldaten, die auch für die Sicherheit der Menschen im Westen Leib und Leben riskieren."
Zu dem Artikel "Linken-Abgeordnete verhöhnt unsere Soldaten" (Bild 20. April 2010)
Die Abgeordnete der Linken, Yvonne Ploetz, "schmückte" ihr Büro mit einem Plakat auf welchem ein als Schwein dargestellter Soldat mit Stahlhelm und Gewehr zu sehen war. Daneben der Spruch: "Ich doof". Im Hintergrund ein weiteres Schwein mit dem Zitat: "Feldwebel: doof". Besonders makaber eine aufsteigende Rauchwolke mit dem Zitat: "gesprengt werden doof".
"Die Wahl in den Deutschen Bundestag verstehe ich nicht so sehr als Vertrauensbeweis, sondern als ungemeinen Vertrauensvorschuss. Sie ist weniger Auszeichnung, als vielmehr Verpflichtung zur engagierten Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger in meinem Wahlkreis."
Alexander Funk, MdB nach seiner überraschenden Wahl im über 40 Jahre SPD-dominierten Wahlkreis 299 (27. September 2009)
